Ich rufe viele Maschinenbauer an. Familienbetriebe, oft seit Jahrzehnten am Markt, fachlich top.
Und immer wieder treffe ich auf dasselbe Bild. Erstklassige Arbeit, aber online so gut wie nicht vorhanden.
Die naheliegende Erklärung wäre, dass das Geld fehlt. Tut es aber meistens nicht. Die Gründe liegen woanders.
Grund 1: Es lief ja immer ohne
Viele Betriebe sind über Empfehlungen gewachsen. Ein zufriedener Kunde hat den nächsten gebracht, so ging das über Jahre.
Das hat funktioniert, also gab es nie einen Anlass, etwas zu ändern.
Das Problem ist, dass die Generation, die diese Empfehlungen ausgesprochen hat, langsam in Rente geht. Was früher zuverlässig kam, bleibt heute zunehmend aus.
Grund 2: Keine Zeit, kein Kopf dafür
Im Tagesgeschäft eines Betriebs ist jeder Tag voll. Aufträge, Personal, Maschinen, Kunden.
Sichtbarkeit nach außen landet ganz unten auf der Liste. Nicht weil sie unwichtig wäre, sondern weil das Dringende immer zuerst kommt.
So vergeht Jahr um Jahr, und die Außendarstellung bleibt auf dem Stand von vor zehn Jahren stehen.
Grund 3: Die Annahme, das brauche man nicht
Der hartnäckigste Grund sitzt im Kopf. Viele glauben, ihre Branche sei zu speziell, zu technisch, zu unspektakulär für so etwas wie Social Media.
Das ist ein Irrtum. Gerade weil der Maschinenbau so wenig zeigt, fällt jeder Betrieb auf, der es doch tut.
Wer den ersten Schritt macht, hat das Feld fast für sich allein.
Was die drei Gründe gemeinsam haben
Keiner davon ist eine Frage des Budgets. Es sind Gewohnheiten und Annahmen.
Und genau das ist die gute Nachricht. Gewohnheiten lassen sich ändern, sobald man den Wert dahinter erkennt.
Der erste Schritt ist nicht teuer. Er ist nur ungewohnt.