Wenn ich im Verkaufsgespräch sage, dass an einem Drehtag genug Material für ein bis zwei Monate entsteht, kommt oft ein Stirnrunzeln. Verständliche Reaktion. Klingt erstmal nach Marketing-Versprechen. Ist aber unser ganz normaler Ablauf.
Hier ist, wie das tatsächlich aussieht.
Vorbereitung beginnt nicht am Drehtag
Bevor wir überhaupt zum Kunden fahren, ist die Hälfte der Arbeit schon erledigt. Wir wissen, welche Themen wir abdecken. Wir wissen, welche Mitarbeiter vor die Kamera kommen. Wir wissen, welche Reels-Konzepte wir später daraus bauen.
Das passiert in der Regel in zwei Schritten. Erst ein Strategie-Call, in dem wir festlegen worum es geht, welche Zielgruppe wir ansprechen und welche Botschaften raus müssen. Danach erstellen wir einen Drehplan mit konkreten Szenen, Skripten und einer Reihenfolge.
Wer auf den Drehtag ohne Plan geht, verschwendet Stunden.
Der Drehtag selbst
Ein typischer Drehtag bei einem Maschinenbauer oder Bauunternehmen läuft so ab.
→ Ankunft, kurze Abstimmung mit dem Ansprechpartner vor Ort → Setup des Equipments, Licht, Audio, Kamera einrichten → Erste Szenen mit dem Geschäftsführer, weil er normalerweise die wenigste Zeit hat → Danach Mitarbeiter-Interviews, Fertigung, Maschinen, Produkte → B-Roll, also Aufnahmen ohne Sprecher, die später als Schnittmaterial dienen → Eventuell noch eine Außenaufnahme oder ein Drohnen-Shot, wenn das Setting passt
In acht Stunden entstehen so 30 bis 50 verwertbare Szenen. Das reicht, um daraus später ungefähr 20 bis 40 Reels zu schneiden.
Warum das geht
Der Trick liegt nicht in der Kamera. Der Trick liegt in der Strukturierung. Wir wissen vorher, welche Reels wir bauen wollen. Also drehen wir gezielt Material dafür. Eine einzige Szene vom Geschäftsführer, in der er drei Sätze sagt, kann am Ende in drei verschiedenen Reels landen. Mit unterschiedlichem B-Roll. Mit unterschiedlichen Hooks. Mit unterschiedlichen Texteinblendungen.
Aus zehn gut geplanten Sätzen entstehen so 15 bis 20 fertige Videos.
Was danach passiert
Nach dem Drehtag beginnt die eigentliche Arbeit. Wir sichten das Material, ordnen Szenen den geplanten Reels zu und gehen in den Schnitt. Color Grading, Sounddesign, Untertitel, Motion Design für Übergänge und Texteinblendungen. Alles inhouse, ohne Freelancer.
Lieferzeit für die erste Charge: 7 bis 10 Werktage. Zwei Korrekturschleifen sind inklusive.
Warum das für Kunden so entspannt ist
Weil sie genau einen Tag investieren müssen. Acht Stunden. Danach läuft die Maschine. Sie bekommen über die nächsten Wochen kontinuierlich neuen Content geliefert, ohne dass jemand bei ihnen im Betrieb dafür Zeit aufbringen muss.
Das ist genau der Punkt, an dem viele Kunden vorher gescheitert sind. Sie hatten versucht, Content selbst zu produzieren. Es scheitert nicht am Können, es scheitert an der Zeit. Niemand im Maschinenbau hat zwischen Auftragsplanung und Kundengesprächen Lust, abends noch Reels zu schneiden.
Was du jetzt mitnehmen kannst
Effizient produzierter Content ist keine Magie, sondern Planung. Wer einen Drehtag richtig vorbereitet, bekommt am Ende zwei Monate Output. Wer ohne Plan losdreht, hat nach acht Stunden zwar Material, aber kaum etwas, das wirklich funktioniert.
Genau deshalb beginnt unsere Arbeit lange bevor die Kamera überhaupt eingeschaltet wird.